1994  

Gegen Ende des Jahres 1994 legten vier Leute den Grundstein zu einer Firma, die die Welt der Computergrafik für immer verändern sollte.

Gordon Campell als Initiator, Gary Tarolli als Chefentwickler, Scott Sellers als Chefingenieur und Ross Smith als Marketingleiter gründeten die Firma 3Dfx Incorporates.

G.Campell

G.Tarolli

S.Sellers
 
1995  

 

Am 27.März des darauf folgenden Jahres wurde 3Dfx Interactive mit einem Startkapital von 5.5 Millionen USD ins Leben gerufen.

 

Bei ihrer Gründung war 3Dfx Interactive darauf ausgelegt, Grafik und Schnittstellensysteme für Arcade-Spielautomaten zu entwickeln, da sie zu dieser Zeit dem kommerziellen Computer als Spieleplattformen noch deutlich überlegen waren. Trotzdem legte man schon bei ersten Produkten Wert auf PC-kompatible Schnittstellen wie den PCI Bus und baute auch Schnittstellenmodule um Konsoleneingabegeräte an Computerschnittstellen anzubinden.

Eines der ersten bekannten Module ist das JAMMA Game-Control-Interface GCI, dieses übersetzt Signale der Steuerknüppel und Tasten einer Spielhallenkonsole durch einen Microcontroller von Intel (Typ 80C51) in ein RS232 kompatibles Signal für einen PC.

3dfx Logo
3dfx Aktie
 
JAMMA

 

Wie sich im späteren Verlauf der Geschichte von 3Dfx zeigen wird, ist es genau dieses Segment an Computerhardware welche in gewisserweise noch heute durch eine andere Firma die Grundidee von 3Dfx weiterführt…das Erschaffen von virtuellen Welten am Computer zur Unterhaltung der Menschen, die ihn bedienen.

 

Wie schon zuvor gesagt, sind Mitte der 90er Jahre die Spielhallenkonsolen den Computern in Sachen virtuelle Welten noch weit überlegen. Zwar gab es Grafikkarten welche eine gewisse Eigenintelligenz besitzen, jedoch sind diese nach wie vor nicht in der Lage dreidimensionale Objekte zu berechnen oder ohne Hilfe des Hauptprozessors im Computer darzustellen.

Einige Firmen wie S3 mit dem Virge Chip oder NEC mit dem PowerVR hatten bereits versucht solche „3D-Chips“ zu entwickeln, bisher waren diese Experimente jedoch nicht besonders von Erfolg geprägt.

Hier sah 3Dfx die Chance und stellte bereits am 6.November 1995 an der COMDEX erstmals einen reinrassigen „3D-Beschleuniger“ sowohl für den Computer als auch für Arcadesysteme vor: Den Voodoo Graphics Accelerator und somit den Beginn der 3D-Computerspielära.

 

 

3Dfx lieferte jedoch nur das Grafikchipset bestehend aus einer Textur- und einer Pixeleinheit an Dritthersteller, sowie ein empfohlenes Referenzlayout. Die Karten wurden dann durch Dritte gebaut und auch vertrieben. Besonders zu dieser Zeit war, dass diese Karten nicht in der Lage waren ein normales Computerbild darzustellen und nur für kompatible Spiele geeignet waren, somit waren die Karten reine Zusatzprodukte zu bestehenden Computersystemen.

Noch am selben Tag der COMDEX wurden die ersten Voodoo Graphics Karten für Computer durch die Firma Orchid angekündigt und kurz darauf zusammen mit einer Masse an Karten von anderen Herstellern an den Markt ausgeliefert.

Die Spieleindustrie zeigte sich von der neuen Technologie hocherfreut und kündigte eine Masse an 3Dfx unterstützenden Produkten an.

Noch im selben Jahr am 27. November schloss 3Dfx mit Alliance Semiconductor einen Vertrag für die Zusammenarbeit an technischen Neuentwicklungen. Auswirkungen hatte dies auch auf spätere Produkte von 3Dfx wie sich bei den kommenden Voodoo Rush Karten zeigen wird.

Textur-
einheit
Pixel-
einheit
Orchid
Righteous
 
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