1996  

Am 4. März 1996 nicht einmal ein Jahr nach der Gründung, erhält 3Dfx weiteren Kapitalzufluss von 11,6 Millionen USD. Noch im selben Monat wurde die Zusammenarbeit mit Micronics Computers besiegelt, diese sollte in Verbindung mit der bereits bekannten Firma Orchid eine Plattform für Spielhallenkonsolen basierend auf dem Voodoo Graphics System entwickeln.

Schon am 16. Mai konnte dann der erste auf diesem System basiernde Spielhallenautomat ausgeliefert werden.

 

Fast zeitgleich als die ersten Voodoo Graphics Karten anfangs August 1996 auf den Markt kamen, kündigte 3Dfx bereits eine Art Nachfolger an: Den Voodoo Rush, hierbei sollte die interne 2D Schnittstelle des Voodoo Graphics genutzt werden um zusammen mit einem bekannten 2D Chip (vorwiegend kamen dabei Alliance Semiconductor Chips zur Verwendung) eine vollwertige Grafikkarte in einem Produkt bieten zu können.

Auf den Tag genau genannt, erschien am 5.August die erste Voodoo Graphics (Voodoo 1) Grafikkarten in den Händlerregalen: Die Diamond Monster 3D.

 
Voodoo 1
Arcade-
system
 
Diamond
Monster

 

Bereits erste Test machten das Potenzial der 3Dfx Technik klar: Ein Pentium 200 MMX brachte damals in Quake 1 mit einer Auflösung von 320x200 mit 41 Bildern pro Sekunde nicht das, was für die Zukunft der dreidimensionalen Spiele benötigt wurde. Setze man auf die neue 3Dfx Technologie waren es bereits 70 Bildern pro Sekunde. In höheren Auflösungen betrug die Mehrleistung z.T. beeindruckende 300% !

Zusammen mit dem Voodoo 1 lieferte 3Dfx auch eine eigene Softwareschnittstelle zu Ihren Karten mit: GLIDE. Somit waren Spieleentwickler problemlos in der Lage das Potenzial dieser Karten voll auszuschöpfen. Einige Spieleentwickler lieferten zu bestehenden Spielen neue Updates für Voodookarten mit.

Ende August erschienen dann wohl der bekannteste Titel für die Voodoo Graphics überhaupt: Tomb Raider 1 mit der Spielfigur Lara Croft.

 
GLQuake
Tomb Raider

 

Schon bald erschienen legendäre Titel wie POD, Mechwarrior 2 und viele weitere, welche sich die Technik von 3Dfx zu Nutzen machten, der Durchbruch war gelungen !

Am 18. November 1996 zeigte 3Dfx dann erneut an der COMDEX ihre neueste Kreation in Zusammenarbeit mit Hercules: Die erste Voodoo Rush Karte mit eigenem 2D-Kern, damals noch als Karte mit "Sandwich-Design".

 

Gegen Ende des Jahres, am 9. Dezember erhielt 3Dfx erneut eine Kapitalspritze in Höhe von 11,6 Millionen USD und schien für die kommenden Jahre bestens gerüstet zu sein.

 

Hercules 128/3D

 
1997  
Zu Beginn des Jahres 1997 erlebte 3Dfx einen wahren Höhenflug: Sega verpflichtete die Chipschmiede für die neue Dreamcast Konsole, zudem erschien die offizielle 3Dfx- Erweiterung für das höchstpopuläre Spiel Quake in Form von GLQuake.
 
 

Am 31.März 1997 wurde Quantum 3D als eigenständige Firma gegründet, bereits am 8.April wurde ein enges Band zwischen 3Dfx und Quantum gespannt, als Q3D die Produktgruppe Obsidian übernahm, um diese basierend auf den Produkten von 3Dfx für den Konsolen- und Simulationsmarkt weiterzuentwickeln und anzupassen.

 

Im April erschien darauf die erste Hercules Rush Karte noch im „Sandwich-Design“ auf dem Markt, wurde im Juni jedoch durch eine Überarbeitete Version mit nur einer Platine erfolgreich abgelöst. Zeitgleich brachten weitere Firmen wie Jazz Multimedia und Intergraph eigene Rush Karten basierend auf dem Referenzdesign auf den Markt.

Die Rush erfreute sich jedoch trotz speziellen Versionen von Hercules mit TV-Out und schnellerer Taktrate nicht so grosser Beliebtheit wie die Voodoo 1 Karten und war so eher zu einem Randprodukt von 3Dfx verkommen.

 

Im September erlitt 3Dfx den ersten Rückschlag in der Firmengeschichte: Sega brach den Vertrag für die Dreamcast Konsole. Der danach ausgelöste Rechtsstreit wurde zwar im Jahr darauf  gewonnen versandete jedoch ohne irgendwelche weiteren Erfolge in dieser Branche.
 

 
Jazz Rush

Nicht desto Trotz blieb die Zeit nicht stehen und im November kündigte 3Dfx den Nachfolger des Voodoo 1 an: Das Voodoo 2 Chipset.

 

Zeitgleich mit der Ankündigung des Voodoo 2 Chipsets, gab Partner Q3D erste Voodoo 2 Produkte bekannt. Ein weiterer Höhenflug kündigte sich durch das Interesse von Creative Labs an Voodoo 2 Produkten ab, schliesslich war Creative damals der grösste Hersteller von Multimedia Produkten für den Computersektor.

Voodoo 2
Chipset
 
 
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